Wie die Pharmaindustrie Arzneimitteltests fälscht

Edgar Gärtner

 

Können Sie sich vorstellen, dass ein ordnungsgemäß zugelassenes und häufig verschriebenes Arzneimittel sich nach zwölf Jahren als völlig nutzlos und sogar schädlich erweist?

 

Es geht um ein ganz bestimmtes Medikament. Das in Italien patentierte und vom US-Konzern Pfizer vermarktete Mittel ist seit 1997 in einigen europäischen Staaten zugelassen. Es wurde auch bei Kindern eingesetzt. Weil das Medikament in den Vereinigten Staaten wegen mangelhafter beziehungsweise fehlender Wirksamkeitsnachweise nicht zugelassen war, wurde auch das erst im Jahre 2004 gegründete deutsche Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) misstrauisch und forderte von Pfizer vergeblich die Herausgabe der Studiendaten an. Im November 2011 kam das IQWiG nach der Auswertung der verfügbaren Informationen zum Schluss, dass die von Pfizer behaupteten Wirkungen nicht belegt sind. Folglich wird das Mittel seit dem 1. April 2012 in Deutschland nicht mehr erstattet. Es ist aber nach wie vor in Apotheken erhältlich.

 

Wie kam Pfizer überhaupt an die Zulassung? Ganz einfach: Der Pharma-Riese verfügte über sechs Studien an mehreren Tausend Patienten. Und diese zeigten, dass es nicht besser wirkt als Zuckerpillen. Doch Pfizer hielt diese Studien unter Verschluss. Man veröffentlichte nur eine einzige, die auf der Basis von nur 254 Testpatienten mehr oder weniger zufällig zu einem positiven Ergebnis gekommen war. Ähnlich verfuhr Pfizer mit jenen Studien, bei denen die Wirkung mit der alternativer Medikamente verglichen wurde. Drei kleine Tests an insgesamt nur 507 Patienten zeigten, dass das Mittel ebenso gut wirkte wie vergleichbare Mittel. Aber Tests an insgesamt 1.657 Patienten hatten das Gegenteil gezeigt und überdies auf bedenkliche Nebenwirkungen des Pfizer-Produkts hingewiesen. Doch diese bedrohlichen Daten hielt Pfizer einfach unter Verschluss. Mit dieser Praxis steht der Pharma-Riese aber offenbar nicht alleine da. Wir nennen erstmals alle Fakten – und die Namen der Medikamente.

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