Argentinien widerruft die Zulassung von Monsanto

BUENOS AIRES, Argentinien

Regierungspalast in Buenos AiresDas argentinische Finanzministerium hat gestern die Registirerung für das amerikanische Unternehmen Monsanto und deren Getreidehändler in Argentinien zurückgezogen.

Die Entscheidung wurde im Amtsblatt ohne Angabe von Gründen veröffentlicht.

 

Den Händlern von Monsanto wird untersagt, genmanipuliertes Saatgut und das dazu „passende“ Pestizid „Roundup“ weiterhin zu verkaufen.

Hintergrund ist möglicherweise der Ende August in Cordoba beendete Prozess, in dem die Schädlichkeit des Pestizids „Roundup“ als erwiesen angesehen wurde. Eine Dokumentation zeigte schwere Missbildungen an Säuglingen, die mit sechs Fingern, fehlenden Zehen, Unterkiefern oder fehlendem Darm geboren wurden.

In dem Prozess wurde nachgewiesen, dass sich die Krebsrate in der Region seit dem Einsatz des Pestizids „Roundup“ vervierzigfacht hat.

Bei über 80% der Kinder in der Region konnten Pestizidrückstände im Blut nachgewiesen werden.

Einen entscheidenden Erfolg hatten die Roundup-Kritiker vor drei Jahren beim Bundesgericht Argentiniens: Dieses kehrte die Beweislast um, so dass seither nicht mehr die gesundheitlich Geschädigten den Zusammenhang mit Herbiziden beweisen müssen, sondern die Herbizid-Produzenten müssen beweisen, dass kein Zusammenhang besteht.

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Eine Antwort zu Argentinien widerruft die Zulassung von Monsanto

  1. Rene Gräber schreibt:

    Die Paraguay Rundschau gibt als Grund das Urteil von Cordoba an. allerdings hat in Argentinien das Finanzministerium das Verbot durchgesetzt. Und laut Mercopress geht es bei dem Handelsverbot um etwas ganz anderes: en.mercopress.com/2012/10/11/seed-giant-monsanto-suspended-in-argentina-on-allegations-of-tax-irregularities
    Dieser Artikel sagt aus, dass Monsanto seine Handelslizenz verspielt hat, da sie sich weigern, dem argentinischen Staat die notwendigen Steuern zu bezahlen. Es könnte nämlich sein, dass Monsanto einfach seine Steuerschulden zahlt und dann wieder im Geschäft ist…

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