Krebsauslösendes Benzol in Erfrischungsgetränken

Bis zu sechsmal mehr Benzol als der Grenzwert für Trinkwasser zulässt! Das ist das schockierende Ergebnisse eines Erfrischungsgetränke-Tests des NDR-Magazin „Markt“.

Ernährung: Krebs auslösendes Benzol in Erfrischungsgetränken gefunden
Laut NDR-Fernsehmagazin „Markt” könnten viele Erfrischungsgetränke krebserregend sein
Foto: Markus Mainka – Fotolia

Auf dem Etikett klingen die Getränke gesund: „Weißtee und Birne”, „Grüntee und Traube” oder „Rooibostee und Pfirsich” oder „Fitness Cherry”. Tatsächlich fand das Medizinische Labor Bremen zwischen zwei bis 6,8 Mikrogramm pro Liter der gefährlichen Substanz Benzol in den Getränken.

…zeigt er, wie eng Wirtschaft, Politik und Trinkkultur zusammenhängen.

Einen Grenzwert für Erfrischungsgetränke gibt es nicht – zur Orientierung gilt die Trinkwasserverordnung laut derer der Grenzwert bei einem Mikrogramm pro Liter liegt. Benzol kann schon in kleinsten Mengen gefährlich sein. „Es erzeugt Krebs, es wirkt auf Keimzellen. Deshalb ist Benzol in Lebensmitteln ein unerwünschter Stoff“, erklärt der Toxikologe Dr. Hans-Wolfgang Hoppe vom Medizinischen Labor Bremen. „Dass wir Werte weit oberhalb der Trinkwasserverordnung finden, überrascht und erschreckt mich.“

Benzol kann entstehen, wenn Erfrischungsgetränke Benzoesäure, zum Beispiel Natriumbenzoat, als Konservierungsstoff haben. Enthält das Getränk zusätzlich Ascorbinsäure, also Vitamin C, kann sich dadurch Benzol bilden.

Ein Teil der betroffenen Unternehmen will nun prüfen, ob es künftig ganz auf Konservierungsstoffe verzichten kann oder die betroffenen Getränke vom Markt nehmen. Die Laboruntersuchungen wurden im Auftrag des NDR-Fernsehmagazin „Markt“ durchgeführt.

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Nach Auskunft des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) sind die entdeckten Benzol-Mengen in den Getränken gering im Vergleich zu dem, was beim Atmen in den Körper gelangt.

„Die Benzolmenge, die über die Atemluft aufgenommen wird, kann variieren, liegt aber bei Nichtrauchern etwa in der Größenordnung von 50 bis 100 Mikrogramm pro Tag“, teilte das Institut mit. Der Benzolgehalt der Luft sei in verkehrsreichen urbanen Gebieten höher als in verkehrsarmen ländlichen Gebieten. Da Benzol krebserregend ist, sollte es aber nicht in Getränken enthalten sein.

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