Weltweite Reisversorgung durch nicht genehmigte Versuche mit gentechnisch verändertem Reis in den USA kontaminiert

Ethan A. Huff

Vieles deutet darauf hin, dass die gesamte weltweite Reisversorgung bereits jetzt durch nicht genehmigte gentechnisch veränderte (GV) Reissorten des amerikanischen multinationalen Herstellers Bayer CropScience kontaminiert ist.

In einem neuen Eintrag im GM Contamination Register (Verzeichnis über Gentech-Kontaminierung) heißt es, in den Jahren 2006 und 2007 seien in mehr als 30 Ländern drei unterschiedliche Sorten von illegalem Gen-Reis entdeckt worden, die nirgendwo auf der Welt für Anbau oder Verzehr zugelassen gewesen seien.

Die EU aber auch die Bundesregierung fördern die Gentechnik im Interesse der Chemieindustrie. Die Risiken für die Menschheit sind kaum abzusehen.


Auch in diesem Fall scheinen Feldversuche, die Bayer Mitte der 1990er Jahre durchgeführt hat, die Ursache für eine ausgedehnte, nicht mehr rückgängig zu machende genetische Verschmutzung zu sein. Obwohl offiziell 2002 alle Feldversuche von »Frankenreis« eingestellt wurden, haben die drei entdeckten GV-Reissorten offenbar ihren Weg in die allgemeine Reisversorgung gefunden, was sich bereits äußerst negativ auf den US-Reisexport auswirkt. Eine ähnliche Kontaminierung wurde vor Kurzem auch bei gentechnisch verändertem Reis und Flachs in Lebensmitteln entdeckt, in beiden Fällen war es das Ergebnis von Feldversuchen durch Biotech-Firmen.

»In den USA ist niemals gentechnisch veränderter Reis für die kommerzielle Nutzung angepflanzt worden, vermutlich ist die Kontaminierung auf Feldversuche mit herbizid-tolerantem Reis zurückzuführen, die von Mitte der 1990er Jahre bis Anfang des neuen Jahrtausends durch Bayer CropScience (oder dessen Vorläuferunternehmen Aventis CropScience und AgrEvo) durchgeführt wurden«, erklärt der Eintrag im GM Contamination Register. »Zum Zeitpunkt der Entdeckung war nur eine der kontaminierenden Sorten (LLRICE62) für den Anbau in den USA zugelassen, die beiden anderen Sorten (LLRICE 601 und LLRICE 604) jedoch nicht.«

Wussten Sie, dass Tiere viermal so viele Pharmazeutika schlucken wie Menschen? Und dass nur die maroden Banken noch mehr Staatsmilliarden kassieren als die Landwirtschaft?

Bei einer Untersuchung im Auftrag des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) war nicht zu ermitteln, ob die Kontaminierung das Ergebnis einer Kreuzbestäubung, auch »Genfluss« genannt, oder einer mechanischen Vermischung war. Aber auf jeden Fall ist definitiv vagabundierender
GV-Reis, der zu »Testzwecken« auf offenen Feldern angebaut wurde, ausgebrochen, und die amerikanischen Reisfarmer müssen jetzt unter den Folgen leiden. Denn in der EU, in Japan, Südkorea, den Philippinen und anderen Ländern gelten strenge Bestimmungen für den Import von gentechnisch verändertem Reis. Russland und Bulgarien haben den Import von amerikanischem Reis sogar ganz verboten.

»Die Kontaminierung hat auch Auswirkungen auf die Produktion von Saatgut«, heißt es in dem Bericht weiter, der im Archiv der Website der Verbraucherschutzorganisation gut versteckt ist und von den Mainstreammedien nicht aufgegriffen wurde. »Anfang 2007 wurde die gesamte konventionelle Reissorte Clearfield 131 von US-Aufsichtsbehörden verboten, nachdem eine Kontaminierung festgestellt worden war. Für den Hersteller BASF bedeutete es einen Milliardenverlust.«

Die US-Landwirtschaft, das fahle Pferd der kommenden Lebensmittel-Apokalypse

»Wir sind geneigt zu sagen, dass niemand bei gesundem Menschenverstand diese Dinge je einsetzen wird – aber nicht jedermann ist bei gesundem Menschenverstand«

Wenn die vier Reiter der Apokalypse in naher Zukunft über die Welt galoppieren, dann können Sie sicher sein, dass das fahle Pferd, das den Hunger symbolisiert, in den USA gezüchtet und
geboren wurde. Richtig gelesen, der aggressivste und heimtückischste Lieferant gentechnisch veränderter Pflanzen und all des Horrors, der mit deren Verzehr einhergeht, wird zur treibenden Kraft hinter der völligen Zerstörung der weltweiten Lebensmittelversorgung – über das Trojanische Pferd GVO.

»Wissenschaftliche Studien bestätigen, dass eine GV-Kontaminierung nicht zu vermeiden ist, sobald gentechnisch veränderte Pflanzen in einem Gebiet angebaut werden«, erklärt der Bericht von Earth Open Source zum Thema GMO Myths and Truths: An evidence-based examination of the claims made for the safety and efficacy of genetically modified crops (Märchen und Wahrheit über GVO: eine evidenzbasierte Untersuchung der Angaben über Sicherheit und Effizienz gentechnisch veränderter Feldfrüchte). »›Koexistenz‹ führt … durch Kreuzbestäubung, Verbreitung von GV-Saatgut durch landwirtschaftliche Maschinen und unbeabsichtigte Vermischung während der Lagerhaltung … schon sehr bald zu weitreichender Kontaminierung konventioneller Feldfrüchte.«

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