Tod als Nebenwirkung: Die Wahrheit über künstliche Vitamine

Nehmen auch Sie Vitamine, weil die Werbung Ihnen suggeriert, dass Sie diese unbedingt brauchen? Jeder Dritte glaubt das. Und rätselt über Krankheiten, welche er ohne die Pillen nicht hätte.

Kennen Sie die abendliche Werbung, bei der eine Frau und ein Mann bunte Streifen auf Glasplatten wischen? jede Farbe steht für ein Vitamin. Und weil der Vitamin bedarf von Männern und Frauen unterschiedlich ist, werden in dieser Werbung für Männer und Frauen unterschiedliche künstliche Vitaminpackungen angeboten. Millionen Menschen sehen dieses geschickte Marketing zur besten Sendezeit. Und Millionen scheinen die geschickt platzierten Aussagen zu glauben und die Präparate auch zu kaufen. Denn sonst wäre die Werbung ja längst abgesetzt. Aber was schlucken die Menschen da eigentlich in Mengen?

Kunstvitamine verkürzen Lebenszeit


Seit 2008 ist es wissenschaftlich allseits anerkannt, dass künstliche Multivitaminpräparate ganz sicher nicht lebensverlängernd wirken. Damals wurden 67 Studien, an denen weltweit insgesamt 230000 Menschen teilgenommen hatten, ausgewertet.

Auf allen Kontinenten und bei allen Völkern gab es durchweg das gleiche Ergebnis: Wer Multivitaminpräparate schluckt, der hilft vor allem einem cleveren Industriezweig, Milliarden zu verdienen. Das ist der einzig nachgewiesene positive Effekt. Eine der renommiertesten Krebskliniken der Welt, das Fred Hutchinson Cancer Center im amerikanischen Seattle, weist nun auf eine ganz andere Nebenwirkung hin: Multivitaminpräparate verkürzen die Lebenserwartung eines Menschen. Die Londoner Zeitung Daily Mail berichtete im Juli 2013 unter der Überschrift »Nehmen täglich eingenommene Vitaminpillen uns Jahre des Lebens?« (would your daily vitamin pills take years off your life?) über die Schattenseiten des Milliardenmarktes der Multivitaminpräparate. Jeder dritte Erwachsene nimmt im deutschsprachigen Raum regelmäßig solche Pillen.

Oder er kaut sie. In den USA gibt es inzwischen Warnaufdrucke auf den Verpackungen, nachdem im Jahr 2011 eine große Studie unter 38000 Frauen (lowa Women’s Health Study), die solche Präparate einnahmen, gezeigt hatte, dass diese früher sterben.

In Frankreich wurde 2010 eine ähnliche Studie veröffentlicht. 8000 Anhänger von Vitaminpräparaten, die über Jahre beobachtet worden waren, erfuhren damals, dass sie mindestens genauso häufig Krebs und Herzinfarkte wie jene Menschen bekommen werden, die sich das Geld für die bunten Pillen sparen. Inzwischen gibt es offizielle Zahlen zur Gefährlichkeit einer regelmäßigen Einnahme von künstlichen Multivitamin- oder Mineralprodukten.

Die regelmäßige Einnahme von Kupfer in Pillen- oder Pulverform erhöht die Todeswahrscheinlichkeit demnach um 18 Prozent, bei Folsäure sind es rund sechs Prozent, beim Vitamin B6 4,1 Prozent, bei Eisen 3,9 und bei Magnesium 3,6 Prozent. Im günstigsten Fall richten künstliche Vitamine im Körper keinen Schaden an. Im ungünstigsten erhöhen sie das Todesrisiko deutlich. Besonders negativ ist das Risiko-Nutzen-Verhältnis bei der Einnahme von künstlichem Vitamin C und Vitamin E. Frauen, die auch nur ein Gramm künstliches Vitamin C täglich nehmen, haben ein dreifach erhöhtes Risiko eines vorzeitigen Todes. Nun muss man wissen: In fast allen Lebensmitteln ist ohnehin schon Vitamin C- entweder um das Produkt in der Werbung gesünder erscheinen zu lassen, oder aber als Konservierungsstoff. Auf den Packungen steht dann bei den Zusatzstoffen Ascorbinsäure oder E300.

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Kunstvitamine fördern Herzinfarkte


Kein Menschen weiß heute mehr, wie viele Vitamine er mit der Nahrung zu sich nimmt. Denn die Mengen werden ja nicht ausgewiesen. Ein gesunder Mensch benötigt am Tag gerade einmal 40 Milligramm Vitamin C.

Und die nimmt man mit einer ausgewogenen natürlichen Ernährung in jedem Fall zu sich. Wer ständig mehr Vitamin C aufnimmt (etwa durch die gesundheitlich gefährlichen Multivitaminsäfte), der bekommt mit großer Wahrscheinlichkeit Nierensteine. Nicht anders ist es mit den Nebenwirkungen beim Vitamin E. Davon benötigt ein gesunder Mensch drei bis vier Milligramm pro Tag. Ein durchschnittliches Vitaminpräparat enthält 270 Milligramm künstliches Vitamin E. Während natürliches Vitamin E in Nüssen, Getreide und Ölen vor Herzinfarkten und Krebs schützt, bewirkt das künstliche genau das Gegenteil. Wer beispielsweise als Mann regelmäßig künstliches Vitamin E zu sich nimmt, der hat eine um 17 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit auf bösartigen Prostatakrebs und ein 13 Prozent höheres Risiko auf einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Übrigens: Ein einziges Ei oder 28 Gramm Mandeln decken den Tagesbedarf eines gesunden Erwachsenen an natürlichem Vitamin E. Und um den Kalziumbedarf des Körpers zu decken, reichen ein Joghurt und ein Glas Milch. Wer stattdessen als Mann zur künstlichen Kalzium- oder Multivitamintablette greift, der erhöht sein Herzinfarktrisiko um satte 20 Prozent. Denn das künstliche Kalzium verhärtet auf die Dauer die Gefäßwände der Arterien. Das sollte auch dem medizinischen Laien einleuchten. Und wer künstliches Selen zu sich nimmt, der sollte sich nicht wundern, wenn er Diabetiker wird. Die Lobby der Pillenproduzenten hat entsprechende Warnaufdrucke auf ihren Packungen bislang noch erfolgreich abwehren können

Betakarotin fördert Lungenkrebs


Viele Raucher schlucken Betakarotin, weil eine nicht tot zu kriegende Legende behauptet, damit könne man sich vor Lungenkrebs schützen. Wenn Sie einen solchen Raucher kennen, dann sagen Sie ihm, dass künstliches Betakarotin in Tablettenform nach allen verfügbaren Studien in Wahrheit das Risiko auf Lungenkrebs deutlich erhöht. Glauben Sie also den ganzen Schwindel von den Vorzügen künstlicher Vitamine nicht. Deren Absatz ist ein riesiges Geschäft, ein Milliardenmarkt. Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung mit möglichst viel frischen Früchten und Obst ist der beste Garant dafür, dass Sie Ihrem Körper ideale Voraussetzungen dafür bieten, bei bester Gesundheit alt zu werden.

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