Nachricht an das Stimmvieh

So klar liest/hört man die Fakten selten, hört gut zu:

Die ”Mäch­ti­gen” spie­len keine Rolle. Sie sind der Mehr­heit hoff­nungs­los un­ter­le­gen. Die ei­gent­li­che Macht wird von den­je­ni­gen aus­ge­übt, die die ”Mäch­ti­gen” le­gi­ti­mie­ren. Es sind die vie­len Men­schen, die in blin­der Ob­rig­keits­hö­rig­keit ihre Stimme ab­ge­ben und an­schlie­ßend stumm zu­se­hen, wie in ih­rem Na­men Leid und Elend ver­brei­tet werden.

Die meis­ten ha­ben da­bei nicht ein­mal ein un­gu­tes Ge­fühl da­bei. Viele ap­plau­die­ren auch noch und ver­tei­di­gen die Ver­bre­chen, die Staat und Re­gie­rung in ih­rem Na­men begehen.

Philosoph und Freiheitsaktivist Larken RoseDer Phi­lo­soph und Frei­heits­ak­ti­vist Lar­ken Rose sucht schon seit Jah­ren nach den Ur­sa­chen für die­ses ab­surde Ver­hal­ten. Er macht das Kon­zept der Au­to­ri­tät da­für ver­ant­wort­lich. Von Kin­des­bei­nen an wer­den die meis­ten Men­schen dazu kon­di­tio­niert, nicht mehr auf ihr ei­ge­nes Herz zu hö­ren, wenn es darum geht, zwi­schen rich­tig und falsch zu un­ter­schei­den. Als er­wach­sene Men­schen be­zeich­nen sie die­je­ni­gen, die sich blind be­lie­bi­gen Au­to­ri­tä­ten un­ter­ord­nen, als „gute Men­schen”. Und da­für, dass sie selbst zu sol­chen wer­den kön­nen, ist ih­nen je­des Mit­tel recht — vor al­lem ge­gen die­je­ni­gen vor­zu­ge­hen, die für wahre Frei­heit eintreten.

Lar­ken Rose faßt es in ei­nem Satz zu­sam­men:
”Das Pro­blem sind nicht die Re­gie­run­gen und die Po­li­ti­ker, son­dern es sitzt zwi­schen dei­nen Ohren.”

Das Buch und das Hörbuch sind unter LarkenRose.com erhältlich.“Was ihr in die­sem Vi­deo hört, ist ein Aus­zug aus dem Hör­buch ‘The Iron Web,’ ein Ro­man, den ich vor ei­ni­gen Jah­ren ge­schrie­ben habe. (Das Buch und das Hör­buch sind un­ter LarkenRose.com er­hält­lich.) Es sind die Worte ei­ner fik­ti­ven Per­son in die­sem Ro­man, und diese Per­son sagt noch sehr viel mehr. Und ja, die Ro­man­fi­gur ist ziem­lich hart in ih­rer Ver­ur­tei­lung der Staats­ver­eh­rung, aber sie ist es aus gu­tem Grund. Wenn ihr den Kon­text kennt, wo, wann und wa­rum diese Worte aus­ge­spro­chen wer­den, er­gibt ei­ni­ges da­von mehr Sinn.
Vie­len Dank an Blog Frei­wil­lig­Frei für die­ses Video.”

zum Video: http://www.youtube.com/watch?v=_56Jv0J1dG8

Hier der Original-Text des Vi­deos,
zur Ver­fü­gung ge­stellt von Blog Frei­wil­lig­Frei:

”Das, was euch er­zählt wird, hat nicht viel mit der Rea­li­tät zu tun. Ihr könnt euch nicht ein­mal an­satz­weise vor­stel­len, wie sehr die Rea­li­tät so­gar das ge­naue Ge­gen­teil von dem ist, was ihr stän­dig hört und seht.

 

Den Dro­gen­dea­ler, der sei­nen Kun­den Dro­gen ver­kauft, um seine Fa­mi­lie zu er­näh­ren, seht ihr als Ab­schaum der Mensch­heit. Der Heuch­ler, der ge­stoh­le­nes Geld im Na­men des Staa­tes und der Re­gie­rung zum Fens­ter her­aus­wirft, ist für euch so et­was wie ein Hei­li­ger. Der­je­nige, der ver­hin­dern will, daß er von den staat­lich le­gi­ti­mier­ten Schlä­ger­ty­pen aus­ge­raubt wird, ist für euch ein Ver­bre­cher und Steuerhinterzieher.

Aber gleich­zei­tig be­wun­dert ihr die Recht­schaf­fen­heit ei­nes Po­li­ti­kers, der die ge­stoh­lene Beute an Leute ver­schenkt, de­nen diese gar nicht ge­hört. Ein Po­li­zist ist für euch ein gu­ter Mann, wenn er ei­nen an­de­ren von sei­nen Freun­den und sei­ner Fa­mi­lie trennt und ihn für zehn Jahre ins Ge­fäng­nis wirft, weil er ir­gend­ein Kraut ge­raucht hat und ihr be­zeich­net je­den, der sich ge­gen so ei­nen bar­ba­ri­schen Akt wehrt, als die nied­rigste Le­bens­form, die es gibt – als ei­nen Polizistenmörder.

In Wirk­lich­keit ist je­der Dro­gen­dea­ler recht­schaf­fe­ner als jeg­li­cher staat­lich be­zahlte So­zi­al­ar­bei­ter und Pro­sti­tu­ierte müs­sen sich er­heb­lich we­ni­ger für ihre Tä­tig­keit schä­men als die po­li­ti­schen Hu­ren, weil sie nur das ver­kau­fen, was ih­nen recht­mä­ßig ge­hört, und zwar nur den­je­ni­gen, die es frei­wil­lig annehmen.

Der auf­rechte, gläu­bige, ge­set­zes­treue, steu­er­zah­lende Bür­ger, der brav zur Wahl geht, ist weit­aus ver­ab­scheu­ungs­wür­di­ger und eine grö­ßere Be­dro­hung für die Mensch­heit als der frei­zü­gigste, faulste und be­kiff­teste Hippie.

Wa­rum? Weil ein Hip­pie an­de­ren ihre Frei­heit läßt und der Wäh­ler nicht. Der Scha­den, der in der Ge­sell­schaft durch schlechte An­ge­wohn­hei­ten und schlechte Sit­ten ent­steht, ist nichts im Ver­gleich zum ge­sell­schaft­li­chen Scha­den, der durch selbst­ge­rechte Ge­walt im Na­men des Staa­tes an­ge­rich­tet wird.

Ihr bil­det euch nur ein, daß ihr groß­zü­gig und to­le­rant seid, aber das seid ihr nicht. Auch die Na­zis hat­ten Tisch­ma­nie­ren und Eti­quette, be­vor sie un­zäh­lige Men­schen tö­te­ten. Ihr denkt, daß ihr gute Men­schen seid, nur weil ihr ”Bit­te­schön” und ”Dan­ke­schön” sagt. Ihr denkt, daß ihr edel und recht­schaf­fen seid, weil ihr je­den Sonn­tag in die­sem gro­ßen Ge­bäude na­mens Kir­che herumsitzt.

Der Un­ter­schied zwi­schen euch und ei­nem ge­wöhn­li­chen Dieb ist, daß der Dieb die Auf­rich­tig­keit be­sitzt, das Ver­bre­chen selbst zu be­ge­hen und ihr die Re­gie­rung an­bet­telt, an­dere in eu­rem Na­men zu be­steh­len. Der Un­ter­schied zwi­schen euch und ei­nem Stra­ßen­räu­ber ist, daß der Räu­ber of­fene Ge­walt ge­gen seine Op­fer rich­tet, wäh­rend ihr an­dere da­mit be­auf­tragt, eure Nach­barn in eu­rem Na­men zu un­ter­wer­fen. Ihr be­für­wor­tet Raub, Schi­ka­nie­rung, Über­fall oder so­gar Mord, aber ihr scheut euch vor eu­rer Ver­ant­wor­tung da­für wie der Teu­fel vor dem Weihwasser.

Ihr al­ten Leute wollt von der Re­gie­rung, daß sie eure Kin­der aus­raubt, da­mit ihr eu­ren mo­nat­li­chen Scheck be­kommt. Ihr El­tern wollt, daß alle eure Nach­barn aus­ge­raubt wer­den, da­mit von der Beute die Schule für eure Kin­der be­zahlt wird. Ihr alle wählt ir­gend­wel­che Ver­bre­cher, die ver­spre­chen, Geld von an­de­ren zu steh­len, um das be­zahlt zu be­kom­men, was ihr wollt.

Ihr ver­langt, daß Leute, die für ein Ver­hal­ten, das euch nicht paßt, ver­schleppt und ein­ge­sperrt wer­den, aber fühlt euch un­schul­dig für die un­zäh­li­gen Le­ben, die eure will­kür­li­chen Lau­nen zer­stört ha­ben. Ihr nennt so­gar die Re­gie­rungs­ver­bre­cher eure ”Re­prä­sen­tan­ten” und trotz­dem über­nehmt ihr nicht die Ver­ant­wor­tung für alle Ver­bre­chen, die sie be­ge­hen. Ihr un­ter­stützt stolz das Mi­li­tär, das ein­fach die­je­ni­gen um­bringt, die nach Mei­nung der Lüg­ner in der Po­li­tik ster­ben sol­len. Und ihr fühlt euch gut dabei.

Ihr nennt euch Chris­ten oder Ju­den oder folgt ir­gend­ei­ner an­de­ren Re­li­gion, aber in Wahr­heit ist das, was ihr Re­li­gion nennt, nur Au­gen­wi­sche­rei. Was ihr in Wirk­lich­keit an­be­tet, ist der Staat. Der Staat und die Re­gie­rung sind der Gott, vor dem ihr auf die Knie fallt und an den ihr tat­säch­lich glaubt.

Es heißt: ”Du sollst nicht steh­len.” und ”Du sollst nicht tö­ten.” Aber wenn ihr es über den Um­weg des Staa­tes tun könnt, dann ist es okay für euch, nicht wahr? Wenn ihr es ”Be­steue­rung” und ”Krieg” nennt, ist es keine Sünde mehr, oder nicht? Letzt­end­lich ist es nur euer ”Gott“”, der sagt, daß ihr nicht steh­len und nicht tö­ten sollt, aber wenn der Staat das sagt, dann ist es okay. Es ist ziem­lich of­fen­sicht­lich, was in eu­rer Rang­folge hö­her steht. Trotz al­ler ver­schie­de­ner Kir­chen, Syn­ago­gen und Mo­scheen gibt es nur ei­nen Gott für euch. Und die­ser Gott heißt ”Staat“.

Je­sus sagte zu euch, auf Ge­walt zu ver­zich­ten und eu­ren Nächs­ten zu lie­ben wie euch selbst. Aber der Staat sagt euch, daß ihr an­dere wäh­len sollt, die sich durch staat­li­che Ge­walt in alle Le­bens­be­rei­che der an­de­ren ein­mi­schen sollen.

An wen glaubt ihr? Je­sus sagte zu de­nen, die eine Frau we­gen Ehe­bruchs stei­ni­gen woll­ten: ”Der­je­nige, der ohne Sünde ist, werfe den ers­ten Stein.“ Aber der Staat sagt, daß es ab­so­lut okay ist, je­man­den ein­zu­sper­ren, wenn er ir­gend­et­was tut, was nicht nach eu­rem Ge­schmack ist.

An was glaubt ihr? Der Gott der Chris­ten sagt: ”Du sollst nicht be­geh­ren dei­nes Nächs­ten Haus.“ Aber die Ent­eig­nung ist der Le­bens­saft der Staats­bes­tie. Ihr laßt euch dazu brin­gen, an­dere ge­ring zu schät­zen, zu ver­ach­ten und zu has­sen. Nur weil sie et­was be­sit­zen, was ihr nicht be­sitzt. Ihr schreit nach dem Staat, daß er an­dere Men­schen un­ter­wer­fen und be­steh­len soll, um euch das Die­bes­gut zu über­ge­ben. Ihr nennt das ”Fair­ness“. Die Bi­bel nennt das ”Gier“ und ”Diebstahl“.

Ihr seid keine Chris­ten. Ihr seid keine Ju­den. Ihr seid keine Mus­lime. Und Athe­is­ten seid ihr erst recht nicht. Ihr habt alle den glei­chen Gott und sein Name ist ”Staat“. Ihr seid alle Mit­glie­der der bös­ar­tigs­ten, wahn­sin­nigs­ten und zer­stö­re­rischs­ten Sekte der Ge­schichte. Wenn es ei­nen Teu­fel ge­ben sollte, dann ist es der Staat.

Und ihr ver­ehrt ihn mit eu­ren Her­zen und eu­ren See­len. Ihr be­tet zu ihm, da­mit er alle eure Pro­bleme löst, eure Be­dürf­nisse be­frie­digt, eure Feinde er­schlägt und euch sei­nen Se­gen er­teilt. Ihr be­tet das an, was Nietz­sche ”das käl­teste al­ler kal­ten Mons­ter“ nannte und ihr haßt die­je­ni­gen von uns, die das nicht tun. Die größte Sünde ist in eu­ren Au­gen, eu­rem Gott nicht zu ge­hor­chen – ”das Ge­setz zu bre­chen“, so nennt ihr das. Will­kür­li­chen Be­feh­len kor­rup­ter, lüg­ne­ri­scher und ver­rück­ter Geis­tes­kran­ker zu ge­hor­chen, seht ihr als mo­ra­li­sche Ver­pflich­tung an.

So­gar eure re­li­giö­sen Füh­rer be­ge­hen Ver­rat an ih­rer ei­ge­nen Re­li­gion. Sie sa­gen euch, daß mensch­ge­machte Au­to­ri­tät wich­ti­ger sei als die Ge­setze ih­rer Göt­ter, an die sie glau­ben. Ein be­kann­ter evan­ge­li­scher Pfar­rer sagte neu­lich in blu­mi­gen Wor­ten, daß je­der, der ei­ner Au­to­ri­tät – egal ob Kö­nig oder Re­gie­rung – nicht ge­horcht, ge­gen Gott auf­be­gehrt. Aber was ist, wenn diese Au­to­ri­tät falsch liegt? Die­ser See­len­ver­käu­fer meinte, das sei An­ge­le­gen­heit der Re­gie­rung und man sei trotz­dem dazu ver­pflich­tet, zu gehorchen.

Egal wo man hin­blickt, ob es der Staat ist, die Kir­che, die Me­dien oder die Schu­len – es zählt nur ei­nes: Sich den­je­ni­gen blind zu un­ter­wer­fen, die be­haup­ten, das Recht zu ha­ben, über euch be­stim­men zu kön­nen. Euer Ge­hor­sam macht aus euch an­geb­lich gute und recht­schaf­fene Menschen.

Es ist wi­der­lich, mit wel­cher Ehr­furcht ihr über die Lüg­ner und Diebe sprecht, die euch knech­ten. Ihr nennt die Ab­ge­ord­ne­ten ”Mi­nis­ter“ und die Rich­ter ”Euer Eh­ren“ und ihr seid über­wäl­tigt von den gran­dio­sen Ge­bäu­den, in de­nen sie hau­sen – die Tem­pel, die sie er­rich­tet ha­ben, um die Mensch­heit zu be­herr­schen. Ihr fühlt euch stolz, wenn ihr sa­gen könnt, ei­nem Mi­nis­ter, dem Kanz­ler oder Prä­si­den­ten ein­mal per­sön­lich die Hand ge­schüt­telt zu ha­ben. Oh ja, dem gro­ßen Gott per­sön­lich, der kö­nig­li­chen Ho­heit, dem Bun­des­prä­si­den­ten, dem Kanz­ler. Ihr sprecht den Ti­tel aus, als mein­tet ihr den All­mäch­ti­gen persönlich.

Die Worte ha­ben sich ver­än­dert, aber eure Geis­tes­hal­tung ist die glei­che wie die der un­ter­wür­fi­gen Bau­ern, die de­mü­tig vor all den­je­ni­gen im Dreck auf die Knie fal­len, die sich selbst zu ih­rem recht­mä­ßi­gen Herr und Ge­bie­ter er­klärt ha­ben. Aber diese Pa­ra­si­ten, die sich selbst An­füh­rer nen­nen, sind keine hö­he­ren We­sen. Sie sind keine groß­ar­ti­gen Män­ner und Frauen, sie sind keine eh­ren­vol­len Per­sön­lich­kei­ten. Sie sind nicht ein­mal durchschnittlich.

Die Men­schen, die ein ehr­li­ches Le­ben le­ben – vom an­spruchs­vol­len Self-Made-Millionär bis zum un­ge­bil­de­ten Ar­bei­ter, der die nie­ders­ten Tä­tig­kei­ten aus­übt, die ihr euch nur vor­stel­len könnt – diese Leute ver­die­nen eu­ren Re­spekt. Diese Leute soll­tet ihr höf­lich und zu­vor­kom­mend behandeln.

Aber die Be­trü­ger, die be­haup­ten, daß sie das Recht dazu hät­ten, euch zu be­herr­schen und Un­ter­wür­fig­keit und Ge­hor­sam von euch zu ver­lan­gen – sie ver­die­nen nur eu­ren Hohn und eure Ver­ach­tung. Jene, die die so­ge­nann­ten hö­he­ren Äm­ter an­stre­ben sind das Letzte vom Letz­ten. Sie klei­den sich viel­leicht bes­ser, sie be­nut­zen schö­nere Worte und set­zen ihre Pläne viel­leicht bes­ser um, aber sie sind kei­nen Deut bes­ser als Ta­schen­diebe, Stra­ßen­räu­ber und Erpresser.

Sie sind so­gar noch schlim­mer, denn sie wol­len euch nicht nur eure Hab­se­lig­kei­ten steh­len, son­dern auch eure Mensch­lich­keit und eu­ren freien Wil­len, in­dem sie euch eure Fä­hig­keit zu den­ken, zu be­ur­tei­len und zu han­deln, neh­men. Sie ma­chen euch zu ih­ren kör­per­li­chen und geis­ti­gen Sklaven.

Und ihr nennt sie im­mer noch ”An­füh­rer“. An­füh­rer? Wa­rum denkt ihr, daß ihr über­haupt ei­nen ”An­füh­rer“ braucht? Wenn ihr ein­fach nur euer Le­ben lebt und euch um eure ei­ge­nen An­ge­le­gen­hei­ten küm­mert, eure ei­ge­nen Fä­hig­kei­ten ein­setzt, eure ei­ge­nen Träume rea­li­siert und da­nach strebt, je­mand zu sein, der ihr wünscht zu sein, wozu braucht ihr dann ei­nen ”Anführer“?

Habt ihr über­haupt schon ein­mal dar­über nach­ge­dacht, was für Worte ihr hört und was ihr stän­dig wie­der­holt? Ihr plap­pert in sich wi­der­sprüch­li­che Dinge nach wie zum Bei­spiel ”Füh­rer ei­ner freien Welt“. Wa­rum denkt ihr, daß ihr auch nur eine Se­kunde lang den Ver­bre­chern in der Re­gie­rung fol­gen, nach­ei­fern oder auch nur zu­hö­ren müßt?

Ir­gendwo in eu­ren ver­ne­bel­ten Köp­fen wißt ihr ganz ge­nau, daß alle Po­li­ti­ker kor­rupte Lüg­ner und Diebe sind, op­por­tu­nis­ti­sche Hoch­stap­ler, Aus­beu­ter und Pa­nik­ma­cher. Ihr wisst das al­les und trotz­dem re­det ihr, als wä­ret ihr die dum­men bös­ar­ti­gen Tiere, wäh­rend die Po­li­ti­ker die tol­len wei­sen Vor­bil­der, Leh­rer und Füh­rungs­per­so­nen sein sol­len, ohne die es keine Zi­vi­li­sa­tion ge­ben könnte. Ihr denkt, daß diese Ver­bre­cher die Zi­vi­li­sa­tion erst er­mög­licht ha­ben? Wel­cher Ge­danke könnte noch ab­sur­der sein? Wenn sie ihre pseu­do­re­li­giö­sen Ri­tuale be­ge­hen, nennt ihr das ”Ge­setz­ge­bung“ und ihr folgt ih­ren will­kür­li­chen An­ord­nun­gen, als wä­ren sie mo­ra­li­sche De­krete von Göt­tern, de­nen je­der an­stän­dige Mensch blind ge­hor­chen muß.

Ihr wur­det so gründ­lich von der staats­ver­eh­ren­den Sekte ver­ein­nahmt, daß ihr wahr­haft scho­ckiert seid, wenn eine Per­son mit ge­sun­dem Men­schen­ver­stand eu­ren Ader­laß of­fen an­spricht: Die bloße Tat­sa­che, daß die po­li­ti­schen Ver­bre­cher ir­gend­et­was nie­der­schrei­ben und ihre Be­dro­hun­gen als ”Ge­setze“ be­zeich­nen, be­deu­tet nicht au­to­ma­tisch, daß je­des mensch­li­che We­sen auch nur die ge­ringste mo­ra­li­sche Ver­pflich­tung dazu hat, zu gehorchen.

Egal zu wel­cher Zeit und an wel­chem Ort und in wel­cher Si­tua­tion – ihr seid ein­zig und al­lein dem mo­ra­lisch ver­pflich­tet, was ihr für rich­tig hal­tet und nicht was ir­gend­ein geis­tes­kran­ker, auf­ge­bla­se­ner Wind­beu­tel zu ei­nem ”Ge­setz“ macht. Und das be­deu­tet, daß ihr es seid, die ent­schei­den müsst, was rich­tig und was falsch ist – eine Ver­ant­wor­tung, die ihr un­ter gro­ßer An­stren­gung ver­sucht, zu um­ge­hen und loszuwerden.

Ihr er­klärt, wie stolz ihr dar­auf seid, ”ge­set­zes­treue Bür­ger“ zu sein und ver­ach­tet alle, die sich über eure so­ge­nann­ten ”Ge­setze“ stel­len. Ge­setze, die nichts an­de­res sind als die ego­zen­tri­schen Aus­flüsse von Ty­ran­nen und Die­ben. Das Wort ”Ver­bre­chen“ be­zeich­nete da­mals eine Hand­lung, die ei­nem an­de­ren Men­schen scha­det. Heute be­deu­tet es, ir­gend­eine der Mil­lio­nen von will­kür­li­chen An­ord­nun­gen ei­ner pa­ra­si­tä­ren kri­mi­nel­len Klasse zu übertreten.

Für euch ist der Be­griff ”Ver­bre­chen“ gleich­be­deu­tend mit dem Be­griff der ”Sünde“ – als wä­ren die­je­ni­gen, die die Be­fehle er­tei­len, so et­was wie Göt­ter. Tat­säch­lich sind sie Blut­sau­ger. Der Aus­druck ”das Ge­setz in seine ei­gene Hand neh­men“ zeigt ge­nau, was für ein Fre­vel es ist, wenn ein Mensch selbst die Ver­ant­wor­tung da­für über­nimmt, zwi­schen rich­tig und falsch zu un­ter­schei­den und da­nach zu han­deln an­stelle von dem, was ihr tut: Blind al­len will­kür­li­chen An­ord­nun­gen zu fol­gen, die aus dem ver­bre­che­ri­schen Ge­schwür herauseitern.

Ihr ver­herr­licht diese kri­mi­nelle Klasse als ”Ge­setz­ge­ber“ und glaubt, dass es nichts Schlim­me­res gäbe als ei­nen ”Ge­set­zes­bre­cher“ – je­man­den, der es wagt, den Po­li­ti­kern nicht zu ge­hor­chen. Ihr sprecht fromm und ehr­furchts­voll mit Po­li­zis­ten und Rich­tern, die uns al­len die Lau­nen der Po­li­ti­ker mit Ge­walt aufzwingen.

Wenn der Staat Ge­walt an­wen­det, geht ihr da­von aus, dass die­ses recht­mä­ßig und ge­recht sei. Und wenn es je­mand wagt, sich da­ge­gen zu weh­ren, dann be­trach­tet ihr ihn als ei­nen ver­ab­scheu­ungs­wür­di­gen Ge­setz­lo­sen, Ter­ro­ris­ten oder Kri­mi­nel­len. Wie die Ge­setz­lo­sen, Ter­ro­ris­ten und Kri­mi­nel­len, die den Skla­ven dazu ver­hal­fen, von den Plan­ta­gen zu flüch­ten. Wie die Ge­setz­lo­sen, Ter­ro­ris­ten und Kri­mi­nel­len, die den Ju­den dazu ver­hal­fen, der Tö­tungs­ma­schine des Drit­ten Reichs zu ent­kom­men. Wie die Ge­setz­lo­sen, Ter­ro­ris­ten und Kri­mi­nel­len, die von den Pan­zern der kom­mu­nis­ti­schen chi­ne­si­schen Re­gie­rung auf dem Platz des himm­li­schen Frie­dens zer­quetscht wur­den. Wie alle die Ge­setz­lo­sen, Ter­ro­ris­ten und Kri­mi­nel­len in der Ge­schichte, die den Mut hat­ten, sich ge­gen die un­end­li­che Ab­folge von Ty­ran­nen und Un­ter­drü­ckern zur Wehr zu setzen.

Al­les, was ihr glaubt, zu wis­sen, ist ge­nau um­ge­kehrt: Oben ist un­ten, links ist rechts, vorne ist hin­ten, in­nen ist au­ßen. Aber was wirk­lich den Vo­gel ab­schießt – der Gip­fel eu­rer Geis­tes­krank­heit – ist, daß ihr die ein­zi­gen Men­schen auf die­sem Pla­ne­ten, die in­iti­ie­rende Ge­walt ge­gen ihre Mit­men­schen ab­leh­nen, als ge­walt­tä­tige Ter­ro­ris­ten be­zeich­net: An­ar­chis­ten, Volun­ta­ris­ten und Li­ber­täre. Wir be­nut­zen Ge­walt nur, um uns ge­gen je­man­den zu ver­tei­di­gen, der Ge­walt ge­gen uns in­iti­iert. Wir be­nut­zen Ge­walt für nichts anderes.

Gleich­zei­tig ist euer Glau­bens­sys­tem voll­stän­dig schi­zo­phren und wi­der­sprüch­lich. Ei­ner­seits bringt ihr den jun­gen Skla­ven bei, daß Ge­walt nie­mals die Ant­wort sein kann und an­de­rer­seits be­für­wor­tet ihr, daß je­der zu je­der Zeit und über­all durch die Staats­ge­walt kon­trol­liert, über­wacht, be­steu­ert und re­gu­liert wer­den soll. Kurz ge­sagt: Ihr zeigt eu­ren Kin­dern, daß die Leh­rer Ge­walt an­wen­den dür­fen, wann im­mer sie es für rich­tig hal­ten, aber der Sklave darf nie­mals Wi­der­stand leis­ten. Ihr kon­di­tio­niert eure Kin­der zu ei­nem Le­ben in blin­der, hilf­lo­ser Un­ter­wür­fig­keit. Ihr legt die Ket­ten um ihre klei­nen Hälse und ver­schließt sie fest. Und das Schlimmste daran ist, daß ihr euch auch noch gut da­bei fühlt.

Ihr ver­ur­teilt die Greu­el­ta­ten des Fa­schis­mus und des So­zia­lis­mus und be­dau­ert die Un­ge­rech­tig­kei­ten un­ter den Re­gimes von Hit­ler, Sta­lin und Mao, aber gleich­zei­tig pre­digt ihr ge­nau das, was sie ge­tan ha­ben: Die Ver­eh­rung des Kol­lek­tivs, die Un­ter­wer­fung je­des In­di­vi­du­ums un­ter diese bös­ar­tige Geis­tes­krank­heit, die das ir­re­füh­rende Eti­kett des ”Ge­mein­wohls“ trägt. Ihr re­det an­dau­ernd von Viel­falt und of­fe­ner Geis­tes­hal­tung und gleich­zei­tig bet­telt ihr bei eu­ren An­füh­rern um die Re­gu­lie­rung und Kon­trolle je­des ein­zel­nen As­pekts des Le­bens des In­di­vi­du­ums. Dar­aus ent­steht eine gi­gan­ti­sche Herde aus blin­den, ob­rig­keits­hö­ri­gen Droh­nen. Ihr klei­det euch un­ter­schied­lich und habt ver­schie­dene Fri­su­ren, ob­wohl euer Den­ken von der Klasse der Füh­rer und Über­wa­cher ver­sklavt ist.

Ihr denkt, was sie euch vor­schrei­ben und ihr tut, was sie euch sa­gen und stellt euch gleich­zei­tig vor, fort­schritt­lich, über­legt und auf­ge­klärt zu sein. Aus­ge­hend von eu­rer re­la­tiv si­che­ren und kom­for­ta­blen Po­si­tion, ver­ur­teilt ihr die Schand­ta­ten in an­de­ren Län­dern und in der Ge­schichte und gleich­zei­tig seid ihr blind für die Un­ge­rech­tig­kei­ten, die vor eu­ren Au­gen pas­sie­ren. Ihr re­det euch selbst ein, daß ihr zu Zei­ten der Un­ter­drü­ckung zu den­je­ni­gen ge­zählt hät­tet, die auf­ge­stan­den wä­ren und sich ge­wehrt hätten.

Aber das ist eine Lüge. Ihr hät­tet euch in die dres­sierte Schaf­herde ein­ge­reiht und ge­mein­sam mit al­len an­de­ren laut da­nach ge­schrien, die Skla­ven zu schla­gen, die He­xen zu ver­bren­nen und die Non­kon­for­mis­ten und Re­bel­len zu zer­stö­ren. Wa­rum ich das weiß? Weil es ge­nau dem ent­spricht, was ihr heute tut.

Die heu­ti­gen Un­ter­drü­ckun­gen und Un­ge­rech­tig­kei­ten sind sa­lon­fä­hig und be­liebt. Jene, die Wi­der­stand leis­ten, sind für euch Que­ru­lan­ten und Freaks– also Men­schen, de­ren Rechte nichts wert sind, Men­schen, die es ver­die­nen, daß sie un­ter dem Stie­fel der Au­to­ri­tät zer­quetscht wer­den. Ihr seid nur ein Hau­fen rück­grats­lo­ser Heuch­ler. Schaut in den Spie­gel und schaut euch ganz ge­nau an, was ihr für recht­schaf­fen und freund­lich hal­tet. Ihr seid das Spiel­zeug des Teufels.

Die Men­schen­mas­sen, die da­mals auf dem Reichs­par­tei­tag ap­plau­dier­ten? Das wart ihr. Der Mob, der ver­langte, daß Je­sus ans Kreuz ge­na­gelt wurde? Das wart ihr. Die wei­ßen Ein­dring­linge, die die rest­lose Ab­schlach­tung der Rot­häute fei­er­ten? Das wart ihr. Die Mas­sen, die am Kol­los­seum an­stan­den, um zu ap­plau­die­ren, als die Chris­ten den Lö­wen zum Fraß vor­ge­wor­fen wur­den? Das wart ihr. In der ge­sam­ten Ge­schichte gab es Leid und Un­ge­rech­tig­keit in ei­nem un­fass­ba­ren Aus­maß. Das al­les war nur we­gen Leu­ten wie ihr mög­lich. Die gut kon­di­tio­nier­ten, sorg­fäl­tig in­dok­tri­nier­ten Kon­for­mis­ten. Die Leute, die das ma­chen, was ih­nen ge­sagt wird. Die stolz vor ih­ren An­füh­rern auf die Knie fal­len, die der Masse fol­gen und al­les glau­ben, was alle an­de­ren glau­ben und al­les glau­ben, was ih­nen eine Au­to­ri­tät sagt. Das seid ihr.

Und ihr seid nicht des­halb igno­rant, weil euch nie­mand die Wahr­heit sagt. Seit tau­sen­den von Jah­ren gibt es die so­ge­nann­ten Ra­di­ka­len, die die Wahr­heit im­mer und im­mer wie­der ver­kün­de­ten. Nein, ihr seid igno­rant, weil ihr es mit eu­ren Her­zen und See­len ver­mei­den wollt, die Wahr­heit ken­nen­zu­ler­nen. Ihr schließt die Au­gen und rennt weg, wenn euch nur ein win­zi­ges Stück Wahr­heit zu nahe kommt. Weil ihr nicht frei sein wollt, ver­ur­teilt ihr die­je­ni­gen, die euch die Ket­ten zei­gen wol­len, die euch fes­seln. Ihr be­zeich­net sie als Ex­tre­mis­ten und ver­rückte Spinner.

Ihr wollt nicht ein­mal mensch­lich sein. Ver­ant­wor­tung und Rea­li­tät lö­sen bei euch pa­ni­sche Angst aus und so hal­tet ihr euch ver­zwei­felt an eu­rer ei­ge­nen Ver­skla­vung fest und schlagt blind auf je­den ein, der für wahre Frei­heit ein­tritt. Wenn je­mand die Tür eu­res Kä­figs öff­net, kau­ert ihr in der Ecke und fleht ihn an: ”Mach die Tür wie­der zu! Mach sie sie wie­der zu!“

Ei­nige von uns ha­ben es auf­ge­ge­ben, euch ret­ten zu wol­len. Wir ha­ben ge­nug auf uns ge­nom­men, um euch da­von zu über­zeu­gen, daß es bes­ser ist, frei zu sein. Al­les, was euch dazu ein­fällt, ist, uns das ent­ge­gen­zu­rot­zen, was euch eure Her­ren ge­sagt ha­ben: Daß frei zu sein, zu Chaos und Zer­stö­rung führt und dass ge­hor­sam und un­ter­wür­fig zu sein, zu Frie­den und Wohl­stand führt.

Es gibt keine blin­de­ren Men­schen als die­je­ni­gen, die nicht se­hen wol­len. Und ihr, ihr seid ein Volk von Scha­fen, die lie­ber ster­ben wür­den, als die Wahr­heit zu sehen.”

Ori­gi­nal:
”The Iron Web“ von Lar­ken Rose, Seite 328-337.

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