Sieben schmutzige Geheimnisse, die Counselor und Psychotherapeuten niemals preisgeben werden

Mike Bundrant

Als jemand, der seit Jahren Manager berät und als lizenzierter Counselor [psychosozialer Berater] ist mir vollkommen bewusst, dass das, was ich Ihnen jetzt berichten werde, die Glaubwürdigkeit der Branche unterhöhlt. Und darüber bin ich froh, denn das herkömmliche System der Versorgung psychisch erkrankter oder hilfesuchender Menschen ist ein grausamer Witz.

Was ich Ihnen jetzt mitteile, entstammt meiner persönlichen Erfahrung aus der Arbeit unter der Aufsicht von Psychiatern und klinischen Psychologen und der Erfahrung mit den Erbsenzählern, die die Regeln für die Standardbehandlung psychisch erkrankter Menschen aufstellen.

Der Inbegriff einer modernen Gesellschaft: Scheinbar geborgen. Scheinbar sicher. Scheinbar glücklich. Doch der Schein trügt. Die Geschichte der Gräueltaten der Psychiatrie findet man überall. Doch nirgends treten sie so klar zutage wie im Geburtsland der Psychiatrie – in Deutschland.

Es ist hässlich. Trotzdem, das Folgende beruht auf der realen »Supervision«, der ich regelmäßig unterworfen war, und auf meiner zehnjährigen Zusammenarbeit mit Kollegen.

1. Setz‘ sie auf Medikamente und schick‘ sie weg.

Genau mit diesem Satz hat eine Praxis-Managerin geantwortet, an die ich mich wandte, um für einen bestimmten Patienten weitere Sitzungen bewilligt zu bekommen. Weitere Sitzungen heißt weitere Ausgaben für die Versicherung, die Praxis-Manager müssen sich anpassen und die Counselor an der kurzen Leine halten.

2. Krankenhäuser heilen niemanden.

Bei der psychischen Gesundheit gelten Krankenhäuser als teurer Haftpflichtschutz. Wenn die Gefahr besteht, dass jemand sich selbst oder andere umbringen könnte, wird er oder sie zur Beruhigung ins Krankenhaus geschickt, allerdings nur, wenn die Versicherung die Einweisung als Weg betrachtet, einer Anzeige aus dem Weg zu gehen. »Niemand wird im Krankenhaus gesund.« Mir klingen diese Worte meines Supervisors noch im Ohr.

3. Sichere dich zuerst ab.

Mir wurde einmal gesagt, es komme nicht darauf an, welche Entscheidung ich für einen Klienten träfe, solange ich diese in meinen Unterlagen gut begründen könne. Die Sichtweise geht etwa so: Schreib deine Protokolle, wohl wissend, dass sie eines Tages im Rahmen eines Gerichtsverfahrens herangezogen werden könnten, und sorge dafür, dass du abgesichert bist, egal, wie du deinen Klienten führst.

Wer Heilung sucht, muss anders vorgehen, als nur Pillen zu schlucken. In diesem Buch lernt der Leser seine Krankheit zu verstehen und die fundamentale Bedeutung der eigenen Selbstheilungskräfte zu begreifen. Er kann wieder Eigenverantwortung für seine Gesundheit übernehmen und im Krankheitsfall die richtige Therapie finden.

4. Geld bestimmt die Diagnose.

Bei schwereren, ernsthafteren diagnostizierten Fällen werden obligatorisch mehr Sitzungen bewilligt, was für den Psychotherapeuten mehr Einkommen bedeutet. In einer Dienststelle, wo ich gearbeitet habe, diagnostizieren die Berater automatisch die schlimmste Geisteskrankheit, die sich irgendwie rechtfertigen lässt, wie Sie sich vielleicht vorstellen können.

5. Geld bestimmt, welche Wahrheit gesagt wird.

Wenn jemand Ihren Rat sucht, weil er oder sie sich emotional entwickeln möchte, dann müssen Sie ihm oder ihr manchmal Dinge sagen, die er nicht so gerne hört. Schließlich schaffen wir uns unsere Probleme weitgehend selbst und leugnen dann, was wir tun.

Oft reagieren Menschen defensiv und wollen die Wahrheit nicht hören. Die Kunst der Beratung liegt darin, die schlechte Nachricht so zu überbringen, dass der Klient sie akzeptiert und davon lernen kann.

Viele Counselor, die fürchten, Ihre Klienten zu beleidigen (und zu verlieren), halten mit der Wahrheit hinter dem Berg, damit der Klient wiederkommt. Das ist ein Verstoß gegen die Ethik, zum Schaden des Klienten und seiner Familie.

6. Berufliche Grenzen erzeugen ein falsches Bild Ihres Helfers.

Auch Berater sind Menschen und haben mit eigenen Schwierigkeiten zu kämpfen, oft sogar überdurchschnittlich. Aufgrund der strikten beruflichen Grenzen sprechen Berater nicht über ihr eigenes Leben. Das kann natürlich dazu führen, dass Sie jemandem Ihr Herz ausschütten, der größere Probleme hat als Sie selbst und der selbst keine Lösung für sein eigenes Leben findet.

Oft hängen aufwendige Untersuchungen nicht vom Verlauf der Krankheit ab, sondern von der Verfügbarkeit und vom Abschreibebedarf teurer Geräte. Heillose Zustände ist die überfällige Abrechnung eines Insiders mit einem System, das die Menschen kränker, nicht gesünder macht.


7. Sie sind nur eine Nummer im Register eines Erbsenzählers.

Fazit ist: Es geht um’s Geld. So viele Klienten, so viel Geld. Sorg‘ dafür, dass die Praxis voll ist, die Versicherungen zufrieden sind und die Drehtür sich dreht.

Natürlich wahren nicht alle Berater oder Psychiater diese Geheimnisse. Einige praktizieren sehr gewissenhaft. Am besten sind Sie bedient, wenn Sie jemanden finden, der keine Versicherung abschließt, der bereit ist, sein eigenes Leben (angemessen) ehrlich einzuschätzen, der nicht mit seiner Meinung hinter dem Berg hält, um Ihr Ego zu schützen, und für den Menschen wichtiger sind als Dollars.

Mein Vorschlag lautet: Wenn Sie einen Counselor suchen, drucken Sie diesen Artikel aus und geben ihm den Text. Findet er oder sie dann Ausreden oder reagiert defensiv, ist er vielleicht nicht die beste Wahl. Es könnte nämlich ein Hinweis darauf sein, dass er oder sie in das System verstrickt ist.

Vergessen Sie nicht, dass Counselor für Sie als beauftragte psychosoziale Berater tätig sind. Zuerst sollten Sie sicher sein, wonach Sie suchen, und dann sicherstellen, dass Sie es bekommen, wenn Sie jemanden beauftragen, etwas Sinnvolles für Sie zu tun.

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